20.04.2015

Spezialgebiet Proktologie

Marienkrankenhaus Cochem bietet umfassende proktologische Behandlung

Cochem – Darmerkrankungen, insbesondere die des Enddarms, gehören selbst in der heutigen Zeit, in der die medizinische Aufklärung sehr weit fortgeschritten ist, zu den schambehafteten Themen. Das Buch „Darm mit Charme“ der Medizinstudentin Giulia Enders oder auch diverse Vorsorgekampagnen haben dazu beigetragen, den Darm in ein anderes Licht zu rücken. „Es ist wichtig, dass die Menschen offen mit ihren Leiden gerade im Bereich des Enddarms umgehen, denn viele schwerwiegende Erkrankungen können wir durch frühe Behandlung erster Symptome verhindern“, erklärt Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller, Chefarzt der Abteilung Allgemein-, Viszeral-, Unfallchirurgie und Proktologie am Marienkrankenhaus Cochem. Er hat die Abteilung vor über einem Jahr von Professor Dr. med. Norbert Wolf übernommen, der im Krankenhaus den Bereich der Proktologie als eigenes „Spezialgebiet“ etabliert hat.

Damit trat Privatdozent Dr. med. Müller in große Fußstapfen, die er sich nicht scheut auszufüllen: „Ich habe großen Respekt vor der Arbeit meines Vorgängers und weiß, dass die Menschen in der Region hohes Vertrauen in ihn gesetzt haben. Daher habe ich Bewährtes für die Abteilung beibehalten und bringe meine Erfahrungen mit ein“, sagt der Chefarzt. „Wir behandeln im Marienkrankenhaus Cochem alle gut- oder auch bösartigen Erkrankungen, schmerzhafte Zustände oder Funktionsstörungen, die in den Bereich der Proktologie fallen. Hierzu gehören Analabszesse ebenso wie Rektumvorfälle oder Aussackungen der Enddarmwand. Montags und dienstags bieten wir nachmittags sogar eine spezielle proktologische Sprechstunde an“, ergänzt Privatdozent Dr. med. Müller.

Wohl eine der bekanntesten Erkrankungen des Enddarms sind die Hämorrhoidalleiden. „Hämorrhoiden hat jeder Mensch. Die Blutgefäßpolster am Übergang vom Mastdarm zum Afterkanal funktionieren als Schwellkörper und sollen den Afterkanal z.B. vor flüssigem Stuhl aus dem Mastdarm schützen. Gleichzeitig unterstützen sie unseren inneren Schließmuskel bei seiner Arbeit. Erst wenn sich die Hämorrhoiden vergrößern, kommt es je nach Ausprägung zu Beschwerden wie Juckreiz, Schmerzen oder Blutungen“, erläutert Müller. Während in den ersten beiden Stadien in der Regel kleinere ambulante Eingriffe ausreichen, um die Beschwerden zu beseitigen, kann bei ausgeprägten Beschwerden (z.B. wenn sich der Hämorrhoidenknoten dauerhaft vor den Schließmuskel legt) nur eine Operation Abhilfe schaffen. Hierfür werden im Marienkrankenhaus Cochem bevorzugt die Stapler-Operationen angewendet. Mittels spezieller Klammer-Nahttechnik werden das vorgefallene Gewebe und die Analhaut innerhalb des Analkanals wieder an ihrer natürlichen Position befestigt. „Ein wesentlicher Vorteil der Methode besteht darin, dass der Vorgang innen im Bereich der Schleimhaut oberhalb der empfindlichen Haut des Analkanals erfolgt. Da die Schleimhaut nicht schmerzempfindlich ist, treten deutlich weniger Beschwerden als bei älteren Operationsmethoden auf.

Darüber hinaus können Patienten in der Regel schon nach wenigen Tagen entlassen werden. Trotzdem möchte ich betonen, dass wir für jeden Patienten individuell die richtige Behandlungs- und ggf. Operationsmethode ermitteln und diese mit ihm im Detail besprechen. Für uns steht eine ganzheitliche Betreuung von der Aufklärung bis zur Entlassung im Fokus, denn das Wohl der Patienten hat für uns oberste Priorität“, versichert Chefarzt Dr. med. Müller.

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