13.05.2016

Sodbrennen – Dauerbrenner in der Speiseröhre

Informationsveranstaltung zum Thema Sodbrennen im Marienkrankenhaus Cochem

Cochem – Am Dienstag, den 24. Mai 2016, findet in den Räumen der Krankenpflegeschule im Marienkrankenhaus Cochem ein Vortrag zum Thema „Sodbrennen – was tun?“ statt. Ab 18.30 Uhr informieren Dr. med. Detlef Marx und Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller, Betroffene und Interessierte über die Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten des weit verbreiteten Volksleidens. Dr. Marx, der ab 1. Juni als neuer Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I/ Gastroenterologie, Kardiologie, Allgemeine Innere Medizin das Leistungsspektrum des Marienkrankenhauses Cochem erweitert, wird insbesondere auf die Diagnostik und konventionelle Therapiemethoden eingehen. Als Chefarzt der Abteilung Chirurgie I / Allgemein-, Viszeral- und Unfallchirurgie, Proktologie erläutert Privatdozent Dr. Müller die chirurgischen Behandlungsverfahren.

„Etwa 40 Prozent der Bevölkerung leiden hin und wieder unter einem unangenehmen Brennen in der Brustbeingegend - dem Sodbrennen. Besonders nach fettreicher Kost und  Alkoholgenuss beklagen die Betroffenen die charakteristischen Schmerzen in der Speiseröhre, saures Aufstoßen und mitunter sogar Räusperzwang, Heiserkeit und Husten.  Doch auch nach dem morgendlichen Aufstehen, beim Fasten oder in Stresssituationen treten bei manchen Menschen diese Beschwerden auf“, erklärt Dr. med. Detlef Marx. Von allen Symptomen ist das Sodbrennen der Hauptindikator für eine zugrundeliegende Rückflusskrankheit, in der Fachsprache Refluxkrankheit genannt. Hierbei ist der Magenschließmuskel aus verschiedenen Gründen erschlafft,  sodass mit Magensäure vermischter Speisebrei aus dem Magen zurück in die Speiseröhre fließt. „Die Säure reizt die Speiseröhrenschleimhaut, was sich für die Betroffenen durch brennende Schmerzen zeigt. Tritt das Sodbrennen regelmäßig auf, sollte zur Abklärung ein Arzt aufgesucht werden. Denn dann besteht die Gefahr, dass sich bereits eine Speiseröhrenentzündung entwickelt hat oder in seltenen Fällen sogar Speiseröhrenkrebs entsteht“, ergänzt der Internist.

Bestätigt die Diagnostik mittels 24 Stunden-Langzeit-Säuremessung oder endoskopischer Untersuchung das Vorliegen einer Refluxkrankheit, stehen den Patienten verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Eine Änderung des Lebensstils durch mehr Bewegung sowie gesunder Ernährung kann die Beschwerden oft schon deutlich lindern. Unterstützend können auch bestimmte Medikamente gegen das Sodbrennen helfen. „Führt die konservative Behandlung nicht zum Erfolg, ist eine Operation sinnvoll. Dabei wird der obere Teil des Magens um das untere Ende der Speiseröhre gelegt und vernäht, wodurch der Rückfluss der Magensäure wieder reguliert wird. Diesen Eingriff führen wir im Marienkrankenhaus Cochem minimal-invasiv, also mittels schonender Schlüssellochtechnik, durch“, sagt Chefarzt Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller.

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