05.10.2015

Natürliche Schwachstelle

Informationsveranstaltung zum Thema Leistenbruch im Marienkrankenhaus Cochem

Cochem – Am Mittwoch, dem 14. Oktober, lädt das Marienkrankenhaus Cochem zur Informationsveranstaltung „Leistenbruch – Ein Beispiel für moderne OP-Techniken“. Ab 18.30 Uhr wird Chefarzt Privatdozent Dr. med. Stefan A. Müller Betroffenen und Interessierten in den Räumlichkeiten der Krankenpflegeschule die minimal-invasiven Operationsmethoden der Schwachstelle in der Bauchdecke erläutern.

„Der Leistenbruch, auch Leistenhernie genannt, ist eine der häufigsten Operationsindikationen in Deutschland und betrifft vorwiegend Männer zwischen 18 und 80 Jahren. Unsere Leistenregion ist eine angeborene Schwachstelle der Bauchdecke und kann bei Bindegewebsschwäche oder einem zu hohen Druck im Bauchinnenraum wie z.B. bei chronischem Husten oder Verstopfungen zu einem Vorfall des Bauchfells durch den Leistenkanal führen. Obwohl die Betroffenen oft keine Schmerzen, sondern lediglich eine Schwellung in der Leistengegend fühlen, muss ein diagnostizierter Bruch operiert werden, um zu vermeiden, dass Gewebe eingeklemmt wird und es im schlimmsten Fall zu einem Darmverschluss oder einer Bauchfellentzündung kommt“, erklärt der Chefarzt der Abteilung Allgemein- und Viszeralchirurgie des Marienkrankenhauses Cochem.      

In der Regel dauert der Routineeingriff etwa 30 bis 60 Minuten. Hierbei existieren verschiedene Operationsverfahren. Das reine Nahtverfahren durch einen Schnitt in der Leiste wird heute nur noch bei kindlichen Hernien und jungen Patienten bis zu einem Alter von 20 Jahren angewendet. „Aus Studien wissen wir, dass eine Verstärkung der Bauchwand mit einem Netz aus gewirktem Netzmaterial dem Körper eine sehr stabile Narbenbildung ermöglicht, so dass Narbenbrüche selten sind. Das Netz kann dabei durch einen Schnitt von der Leiste aus oder durch ein endoskopisches, also minimal-invasives, Verfahren eingebracht werden. Letzteres bietet den Vorteil, dass das Netz nicht mit Nähten fixiert werden muss, da es zwischen den Bauchdeckenschichten platziert wird. Welches Verfahren das Beste ist, entscheiden wir je nach Fall individuell mit jedem Patienten gemeinsam“, ergänzt Privatdozent Dr. Müller. Das offene Verfahren wird insbesondere bei älteren Menschen angewendet, die auf blutverdünnende Medikamente angewiesen sind.

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