10.10.2014

Krankheiten des modernen Lebens

Bei einem Metabolischen Syndrom treten gleich vier Krankheitsbilder auf

Cochem – Unter dem Begriff „Metabolisches Syndrom“ werden verschiedene Krankheiten sowie Risikofaktoren für Herz- bzw. Kreislauferkrankungen zusammengefasst. Erst wenn mehrere Symptome gleichzeitig auftreten, wird in der Medizin von einem Syndrom gesprochen. Im Falle des Metabolischen Syndroms liegen vier Krankheitsbilder vor – Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen, erhöhter Blutzucker bzw. Zuckerstoffwechsel-störungen und Bluthochdruck. Da diese die Blutgefäße schädigen und häufig zu kardiovaskulären Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall führen, wird das Syndrom auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet.

„Durch die rapide Veränderung unserer Gesellschaft in den westlichen Industrienationen im Lauf des letzten Jahrhunderts hat sich unser Lebensstil verändert. Viele Menschen ernähren sich ungesund und bewegen sich zu wenig. Es ist kein Wunder, dass allein in Deutschland rund 25 Prozent der Bevölkerung von einem Metabolischen Syndrom betroffen sind“, erklärt Dr. Ekkehart Walle, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin, Gastroenterologie und Kardiologie im Marienkrankenhaus Cochem. „Oft bleibt die Erkrankung lange unentdeckt. Vor allem gefährdete Menschen, die zum Beispiel stark übergewichtig sind, sollten regelmäßig ihren Arzt konsultieren. Wird die Diagnose ‚Metabolisches Syndrom‘ gestellt, sollten zunächst Maßnahmen zur Vorbeugung von Folgeerkrankungen und zur Milderung bestehender Symptome eingeleitet werden. Dies erfolgt in der Regel durch die Umstellung von Lebensgewohnheiten und den Einsatz von Medikamenten“, ergänzt Dr. Walle.

Um dem Metabolischen Syndrom vorzubeugen, ist ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung wichtig. Dass das Thema viele Menschen interessierte, zeigte am 23. September auch eine gemeinsame Veranstaltung des Marienkrankenhauses mit der Diabetiker Selbsthilfegruppe Cochem. Über 40 Interessierte kamen, um sich den Vortrag von Dr. Walle anzuhören und ihm im Anschluss ihre Fragen zu stellen.

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