11.09.2015

Erinnerungslücken ernst nehmen

Welt-Alzheimertag verdeutlicht Fortschreiten der Volkskrankheit

Cochem – Am 21. September findet der jährliche Welt-Alzheimertag statt. Mit dieser Kampagne soll die Öffentlichkeit vermehrt auf die Situation der Alzheimer-Kranken und ihrer Angehörigen aufmerksam gemacht werden. Denn weltweit leiden etwa 44 Millionen Menschen an Demenz. Schätzungen zufolge wird die Zahl bis 2050 auf 135 Millionen ansteigen.

„In den letzten Jahren ist keine Krankheit so sehr in den gesamtgesellschaftlichen Fokus vorgerückt wie Demenz. Neben dem vermehrten Öffentlichwerden prominenter Schicksale sorgt auch das gesteigerte Aufkommen entsprechender Buch- und Filmveröffentlichungen für eine zunehmende Sensibilisierung. Aktionen und Informationsveranstaltungen wie der jährlich stattfindende Welt-Alzheimertag sind nötig, um die Aufklärung über mögliche Hilfe und Unterstützung im Umgang mit der Krankheit des Vergessens voranzutreiben“, erklärt Dr. med. Horst-Peter Wagner, Chefarzt der Abteilung Innere Medizin II (Akut-Geriatrie) am Marienkrankenhaus-Cochem. Seit Juni bietet er eine spezielle Gedächtnissprechstunde an, um mögliche Anzeichen einer beginnenden Demenz abzuklären.

„Es gibt viele unterschiedliche Formen von Demenz. In einigen Fällen kann die Erkrankung gerade in frühen Stadien medikamentös gut behandelt und ein Fortschreiten erheblich verzögert werden. Vermehrte, insbesondere auffällige Erinnerungslücken sollten daher nicht auf die leichte Schulter genommen, sondern frühzeitig abgeklärt werden“, ergänzt der Geriater. „In der Gedächtnissprechstunde führen wir eine Reihe von Hirnleistungstests durch, die wir im Anschluss mit den Patienten oder auch mit dem begleitenden Angehörigen besprechen. Weiterführende diagnostische Schritte wie beispielsweise eine Untersuchung mittels Computer- oder Magnetresonanztomograf, Labor- und Liquoruntersuchungen bedingen zum Teil einen kurzen stationären Aufenthalt. Falls indiziert, können wir im Rahmen dieses Aufenthalts die medikamentöse Behandlung des Patienten einleiten“, beschreibt der Chefarzt. 

Die ambulante Gedächtnissprechstunde im Marienkrankenhaus Cochem wird für Privatversicherte und Selbstzahler angeboten. Termine können im Sekretariat der Akut-Geriatrie unter der Telefonnummer 02671/985-574 vereinbart werden.

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