25.07.2014

Besuch im Marienkrankenhaus Cochem

Sportler der Radtour-pro-Organspende kehren im Krankenhaus ein

Cochem – Am Mittwoch, den 23 Juli, nahmen 19 Sportler im Rahmen der Radtour-pro-Organspende Kurs auf das Marienkrankenhaus in Cochem. Gegen Mittag trafen die Radfahrer auf dem Vorplatz des Krankenhauses ein. Hier wurden Sie vom ärztlichen Leiter des Hauses, Dr. Joachim Lux, in Empfang genommen und zu einem gemeinsamen Mittagessen in der Cafeteria geleitet.

„Die Sportler sind heute Morgen um neun Uhr in Winningen gestartet. Nach über 40 Kilometern bekommt man schon mal Hunger und hat sich eine Stärkung für den restlichen Weg verdient. Wir beteiligen uns gern an der Aktion, denn das Thema Organspende geht jeden Einzelnen etwas an und verdient Aufmerksamkeit“, erklärt der ärztliche Leiter Dr. Joachim Lux.

Wie im vergangenen Jahr hat der TransDia e.V. eine Radtour-pro-Organspende organisiert, um sich bei Kliniken zu bedanken und vor allem auf das schwierige Thema aufmerksam zu machen. Denn trotz des Skandals im Jahr 2012, bei dem Ärzte unterschiedlicher Kliniken Patientenakten veränderten, um schneller an Transplantationsorgane zu gelangen, retten Organspenden in erster Linie Leben. „Wir brauchen Organe. Das haben uns andere Länder voraus. Die Kliniken auf unserer Tour sind gute Orte, um für Organspende zu werben. Dass wir alle heute hier sind, ist ein wirkliches Wunder“, erklärt Peter Kreilkamp, der selbst auf ein Spenderorgan wartet und die Tour mit organisiert hat.

Zudem ist Bewegung für Transplantierte wichtig und die Teilnehmer möchten zeigen, wie viel Sport trotz einer Operation möglich ist. „2012 bin ich sogar allein vom Schwarzwald an die Nordsee gefahren mit dem Fahrrad. Ich wollte sehen, wo der Rhein mündet. Das war für mich ein sehr bewegender Moment“, erklärt Beate Bea, die selbst eine Nierentransplantation hinter sich hat. Der Mann von Frau Bea fährt ebenfalls bei der Tour mit. „Man darf die Angehörigen nicht vergessen. Auch für sie sind eine Transplantation und der ganze Prozess im Vor- und Nachhinein eine große Belastung“, ergänzt sie.

Kennengelernt haben sich die meisten der Sportler im Rahmen der Radtouren-pro-Organspende. Bereits zum achten Mal radeln sie, um für Organspende zu werben und versprühen dabei wahre Lebensfreude. Ihnen wurden Herz, Lunge, Leber oder auch Niere transplantiert und einige von ihnen warten zurzeit noch auf ein Spenderorgan. Sie müssen z.T. abends zwischen den Etappen sogar zur Dialyse. Zwei Paare sind mit dabei, die Lebendspender sind. Immerhin legen die Sportler innerhalb von sieben Tagen eine Strecke von über 450 Kilometern zurück. Gestartet war die Gruppe am Sonntag in Marburg. Enden wird die Tour am kommenden Samstag in Saarbrücken.

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